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Zahnpflege: So machen Sie es richtig

Wer gesunde Zähne haben will, muss weit mehr tun als nur putzen. Dabei ist die Auswahl an Hilfsmitteln groß. Sieben Tipps für eine effektive Pflege der Beißerchen
von Christian Andrae, 15.11.2017

Batteriebetriebene Helfer: Inzwischen gibt es mehrere Arten elektrischer Zahnbürsten

F1online/Cultura Images/Lilly Bloom

Alles kann – einiges muss

Man soll sich bekanntlich zweimal täglich mindestens zwei Minuten lang die Zähne putzen. Dabei darf es auch mal schneller gehen – zum Beispiel am Morgen. Aber: Einmal am Tag sollte man sich mehr Zeit nehmen, um Zahnbelag und Speisereste gründlich zu entfernen – vor allem in den ­Zahn­­zwischenräumen.

W&B/Szczesny

Zahnpasta

Zahnpasten sollten schonend reinigen, Fluoride enthalten und den Zahnschmelz nicht angreifen. Vorsicht ist bei Produkten geboten, die weißere Zähne versprechen. Das gelingt durch grobe Putzkörper mit einer abrasiven, also schleifenden Wirkung. Das schädigt auf Dauer jedoch die Zähne. Achten Sie daher auf den ­sogenannten RDA-Wert auf der Packung. Werte zwischen 30 und 70 eignen sich für die regelmäßige Anwendung. Werte über 80 gelten als stark abrasiv.

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Elektrische Bürste

Man kann auch mit der Handzahnbürste die Zähne gut reinigen – wenn man die Technik sicher beherrscht. Das tun aber die wenigsten. Hier kommen elektrische Bürsten ins Spiel. Die Rotationen oder Schwingungen verzeihen manche Anwendungsfehler. Dennoch gilt: Mit wenig Druck "von rot nach weiß" putzen. Die Putzköpfe sollten alle drei Monate ausgetauscht werden. 

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Rundkopfbürste

Die elektrische Rundkopfbürste reinigt mit rotierenden Bewegungen und ähnlich effektiv wie eine elektrische Schallzahnbürste. ­Wichtig: Im Gegensatz zur Schallzahnbürste muss jeder Zahn einzeln gereinigt ­werden. Wer hin und her schrubbt, ­entfernt Beläge nicht gründlich genug.

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Interdentalbürste

Die Zahnbürste erreicht nur zwei Drittel der Mundhöhle. In die Zwischenräume kommt sie nicht. Doch gerade dort siedeln viele Keime. Einmal täglich angewandt, lassen sich mit Interdentalbürsten die Zwischenräume sehr gut reinigen – besser als mit Zahnseide. Lassen Sie sich von Ihrem Zahnarzt die für Sie richtigen Größen der Bürsten nennen und die Anwendung genau erklären.

W&B/Szczesny

Fluorid-Gel

Fluorid-Gele werden in der Regel nur einmal wöchentlich nach der abendlichen Reinigung aufgetragen. Dabei bildet sich um die Zähne eine Art Schutzfilm aus Kalziumfluorid. Entsteht Säure, wird sie bereits mit dieser Deckschicht neutra­lisiert. Der Zahnschmelz bleibt geschützt und der Zahn widerstandsfähiger.

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Zahnseide

Die Zahnseide gehörte zum Mantra der Zahnärzte. Aber ihre korrekte Hand­­habung ist vielen bis heute ein Mysterium. Und ihr Nutzen, also Schutz vor ­­Karies und Parodontitis, wurde in Studien nicht nachgewiesen. Dennoch: Wer das Hilfsmittel – ob als Stick oder aufgerollt – lieb gewonnen hat, kann es weiterhin anwenden. Denn Zahnseide kann Speisereste aus den Zwischenräumen entfernen. 

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Mundspülung

Wer nach dem Zähneputzen den Mund mindestens 30 Sekunden lang mit einer fluoridhaltigen Lösung spült, kann die Neubildung von Zahnbelag verzögern. Solche Lösungen können daher eine ­Ergänzung zur mechanischen Reinigung darstellen – aber sie niemals ersetzen.

Fachliche Beratung: Professor Christof Dörfer (Universitätsklinikum Schleswig-Holstein); Professor Roland Frankenberger (Universität Marburg)



Bildnachweis: F1online/Cultura Images/Lilly Bloom, W&B/Szczesny

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